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LKH Klgft. Zentrum für seelische Gesundheit

Zentrum für seelische Gesundheit

Zentrum für seelische Gesundheit des LKH Klagenfurt
Leitung: Prim. Dr. Thomas Platz
Adresse: St. Veiter Straße 47, 9026 Klagenfurt
§ 15-Einrichtung: ja
Träger: KABEG, Land Kärnten

Station für Suchtkranke
Leitung: Oberarzt Dr. Andreas Schuh
Telefon: 0463/538-22992

Beschreibung
Stationäre Einrichtung zur Behandlung von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigen aus dem Einzugsgebiet Kärnten,

Maßnahmen
Diagnostik und Akut-Therapie bei Intoxikationen (Krisenintervention) und Entzugssyndromen, keine Langzeit-Rehabilitation, jedoch Vorbereitung auf diese.

Aufenthaltsdauer
durchschnittlich 10 Tage, in besonderen Fällen auch einige Wochen.

Zielgruppe:
Patienten ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mit Erkrankungen im Zusammenhang mit Konsum von illegalen Drogen (Missbrauch, Abhängigkeit, Vergiftung, Entzugssyndrom, Delir, psychotische Störung, Infektionskrankheiten wie AIDS und Virus-Hepatitis)

Gesundheitsbezogene Maßnahmen
Diagnostik (medizinische und psychologische)
Behandlung von akuten und chronischen Beschwerden
Erkennen und Behandeln von seelischen und körperlichen prämorbiden Problemen (Neurosen, Psychosen, Persönlichkeitsstörungen, psychosomatische Krankheiten, Schmerzsyndrome)
Entzugsbehandlung
Substitutionsbehandlung (Indikationsstellung, Ersteinstellung, Anpassung, Umstellung), Reduktionsbehandlung
psychologische Beratung
Vorbereitung auf Langzeit-Rehabilitation
Motivation zur ambulanten Psychotherapie
Bearbeitung sozialer Anliegen

Leistungsangebot
Max. 4 Therapieplätze für Abhängige von illegalen Drogen, besonders Opiatabhängige und Polytoxikomane (= zusätzlich Cocain, Cannabis, Tranquilizer, Alkohol).
Einzelbetreuung (Bezugspflege), medikamentöse Therapie, Gruppentherapie, psychologische Beratung, Ergotherapie, Gymnastik, Laufgruppe, Physiotherapie, Soziotherapie, Labordiagnostik („Drogenharn“), Diagnostik und Behandlung von Begleiterkrankungen durch LKH-Ambulanzen.
Psychotherapeutische Methoden
alle zugelassenen, vor allem supportive Methoden

Personelle Ressourcen
1 Facharzt bzw. FA in Ausbildung (Erreichbarkeit 24 Stunden/Tag), 1 Bezugsschwester/
pfleger, pflegerische Betreuung 24 Stunden/Tag verfügbar, 1 Psychologe
Physiotherapeut, Ergotherapeut und Sozialarbeiterin nach Bedarf

Wartezeiten
akute Krisen, Vergiftungen, akute Entzugssyndrome ohne Wartezeit, planbare Aufnahmen ca. 14 Tage Wartezeit (ev. nach ambulantem Erstkontakt), niedrige „Schwelle“

Statistik
durchschnittlich 1 - 3 Drogenpatienten gleichzeitig, pro Jahr ca. 50 Patienten, großteils Substitution (ca. 80 %),
Vorbereitung auf Langzeitrehabilitation (= vollkommener Entzug), ca. 20 %

Erfolgsdefinition
Drogenfreier Harn, gelungene Motivation zur weiteren Therapie, soziale Reintegration, suffiziente Substitution ohne Beikonsum, erfolgreiche Anbahnung an weiterführende stationäre oder ambulante Einrichtungen

Alltagsprobleme
Therapieabbrüche, mangelhafte Veränderungsbereitschaft, Komplikation der Therapie durch Persönlichkeitsstörungen (emotionale Instabilität, Frustrationsintoleranz, Lügen unter dem Druck der Sucht), Nichteinnahme, Weitergabe von Medikamenten, Einnahme von Drogen während der Therapie, Versuch, Untersuchungen und Therapie zu manipulieren

Conclusio:
Stationäre Therapie von Drogenkranken im Krankenhaus ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein in einem umfassenden Gesamtkonzept eines mehrjährigen Reifungsprozesses.

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