Streetwork Villach
Streetwork Villach
Trägerin:
LSB-Netzwerk Jugend- und Sozialbetreuungsgesellschaft m.b.H.
Www.lsb.at
Pirkerweg 28
9201 Krumpendorf
Postadresse: Ringmauergasse 15, 9500 Villach
Ansprechspersonen:
Frau Mag. Andrea Grimm
Herr DSA Norbert Arbesser
Tel.: 04242/230 111
Fax: 04242/230111-4
E-Mail: streetwork[at]lsb.at
Streetworker:
0676/88 00 84 50 (Norbert Arbesser DSA)
0676/88 00 84 51 (Mag. Roland Ressmann)
0676/88 00 84 52 (Mag. Birgit Hohenwarter)
Öffnungszeiten: Bürozeit: Do 17:00 – 19:00 Uhr
Grundsätzliches zu Streetwork
Durch Streetwork wird versucht, im präventiven Bereich den Jugendlichen vor der Überschreitung „seiner“ gesellschaftlichen Grenzen abzufangen und nach der Methode von Streetwork zurück zu begleiten.
Jugendliche die sich am Rand und mit Tendenz nach außen bewegen, versucht Streetwork zu begleiten und über Umwege, wenn möglich in den gesellschaftlichen Kontext zurückzuführen.
Viele Jugendliche, die am Rande des Gemeinwesens (in Randgruppen oder absentiert in der Familie) leben, sehen die Erwachsenenwelt als Feindbild und zeigen ihre Ablehnung und gleichzeitig ihre Suche.
Wir Erwachsenen haben die Möglichkeit und das Wissen wieder Zugang und Vertrauen zu schaffen, mit diesen Dingen umzugehen. Eine dieser Möglichkeiten bietet Streetwork.
Streetwork ist das Angebot der Hilfe zur Selbsthilfe. Aufgabe von Streetwork ist es, mit Gruppen oder Einzelpersonen Kontakt aufzunehmen, die im sozialen Netz nicht bzw. nicht ausreichend aufgefangen werden. Insbesondere Gruppen, die einer Subkultur angehören, zählen zum Klientel. Streetwork richtet sich gegen die Ausgrenzung dieser Menschen und versucht mit ihnen gemeinsam Angebote zu erstellen, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. Im präventiven Bereich bedeutet dies das Aufnehmen von Themen Jugendlicher und in weiterer Folge die gemeinsame Aufarbeitung dieser Themen.
Die Methode von Streetwork umfasst
Beziehungsarbeit mit Klienten, Gruppenarbeit, Freizeitarbeit sowie Einzelfallhilfe und Gemeinwesenarbeit: dies ist Arbeit mit der Bevölkerung, Kontakte zu Kommunalpolitikern, Exekutive sowie die Vernetzung mit anderen sozialen Einrichtungen, Öffentlichkeitsarbeit, Konzept- und Gremienarbeit.
Grundvoraussetzung für diese Arbeit ist es durch Akzeptanz das Vertrauen der Klienten zu erlangen, was außerdem nur durch längerfristige, kontinuierliche Beziehungsarbeit erreicht werden kann. Die Freiwilligkeit des Kontaktes der Klienten zu den Streetworkern sowie die Parteilichkeit von Streetwork für ihre Klienten sind dazu absolut notwendig.
Zielgruppe und Arbeitsauftrag
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter bis 18 Jahren und vereinzelt Ältere, solange die soziale Zugehörigkeit zu jugendlichen Lebenswelten gegeben ist.
Arbeitsauftrag: Zur Konfliktlösung ist ein Problembewusstsein notwendig. Hier bietet Streetwork Unterstützung an.
Das Erreichen von – und positive Einflussnahme auf – gefährdete und bereits delinquente Jugendliche und junge Erwachsene, die von anderen sozialen Einrichtungen und Institutionen nicht erreicht werden, sowie der Versuch ihrer Integration bzw. Reintegration in unsere Gesellschaft.
Die Arbeit in der Praxis
Die Streetworker bewegen sich beobachtend in der Lebenswelt der Jugendlichen und in aktuellen Jugendszenen, um Bedürfnisse, Veränderungen und etwaige Missstände aufzuzeigen. Sie sehen sich dabei als Sprachrohr der Jugendlichen, unterstützen sie auch dabei, sich selbst Gehör zu verschaffen und mit ihren Anliegen ernst genommen zu werden.
Zuerst ist es notwendig, Kommunikationsebenen herzustellen bzw. abzuklären, welche Bedürfnisse bestehen und welche Angebote gemacht werden können. Wenn einmal tragfähige Beziehungen entstanden sind, arbeiten die Streetworker mit Methoden der Gruppenarbeit, Einzelfallhilfe, Animation und Freizeitpädagogik, auf deren Basis sozialarbeiterische Interventionen gesetzt werden.
Die erreichten Jugendlichen werden bei der Bewältigung ihrer aktuellen Lebenssituation und ihrer Probleme unterstützt, auf eigenen Wunsch zu diversen Ämtern und Terminen begleitet und auch – wenn gewollt – an andere höherschwellige Einrichtungen vermittelt. Die Streetworker begleiten die betreuten Jugendlichen in der für sie schwierigen Pubertäts- und Adoleszenzphase und versuchen sie so gut als möglich bei der Suche nach einer eigenen Identität und Rollenflexibilität zu unterstützen.
Es gibt vier Ansätze in der Arbeit von Streetwork:
Das Aufsuchen der Jugendlichen vor Ort in ihren Lebensbereichen –
auf der Straße, in Lokalen, zu Hause usw. = Kontaktsuche
Die Kontakte durch Mundpropaganda und über Telefon (Informationen und Fragen). Dadurch sind weitere Kontakte möglich, um Näheres zu besprechen. Falls gewollt, wird ein Gespräch vereinbart.
Feldarbeit = Anwesenheit in den Lebensbereichen.
Als wichtigster Grundsatz gilt die Kontinuität der Anwesenheit in der Szene, um durch DASEIN = Anwesenheit, die Präsenz von Streetwork ersichtlich zu machen. Die Jugend muss wissen und sehen, dass Streetwork DA IST. Sie begnügt sich nicht damit, nur davon zu hören.
Über Öffentlichkeitsarbeit zu Folgekontakten.
Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Teil, um einerseits ein Problembewusstsein und Verständnis bei der „Allgemeinheit“ zu erzeugen und andererseits, um über Bekanntheit von Streetwork zu Kontakten mit Jugendlichen zu kommen.

