Zeckenschutzimpfung
Die Frühsommer-Meningoencephalitis ist eine Viruskrankheit des Gehirns und des Rückenmarks. Sie wird durch Zeckenbiss übertragen.
Da die Gefahr in Österreich, durch den Biss von virusinfizierten Zecken an einer Gehirnentzündung zu erkranken, besonders groß ist,
stellt die FSME-Impfung auch in unserem Bundesland einen bedeutenden Schutz dar! Sie ist daher in die Gruppe der allgemein empfohlenen Impfungen einzuordnen.
Impfschema bei Kindern und Erwachsenen:
2. Impfung: 1 bis 3 Monate (bei möglicher Infektionsgefahr in der warmen Jahreszeit 14 Tage) nach der 1. Teilimpfung
3. Impfung: 9 bis 12 Monate nach der 2. Teilimpfung
Auffrischungsimpfungen: 1. Auffrischung nach 3 Jahren; weitere Auffrischungsimpfungen bis zum 60. Lebensjahr: alle 5 Jahre, ab dem 61. Lebensjahr alle 3 Jahre bzw. nach Titerbestimmung.
Wenn seit der letzten Impfung mehr als 8 Jahre vergangen sind, wird eine Impfung und vier Wochen danach eine Titerbestimmung empfohlen.
Bei Personen über 60 Jahren und bei Personen mit geschwächter Immunabwehr wird empfohlen, die Antikörperkonzentration 4 Wochen nach der 2. Teilimpfung zu bestimmen. Falls die schützenden Antikörperspiegel nicht erreicht werden, soll die 2. Teilimpfung wiederholt werden. Die 3. Teilimpfung zur Vervollständigung der Grundimmunisierung soll dann im vorgesehenen zeitlichen Abstand erfolgen. In Abhängigkeit von den Ergebnissen weiterer Antikörperkonzentrationsbestimmungen können Auffrischungsimpfungen vor dem für diese Personengruppen empfohlenen Impfabstand von drei Jahren erfolgen.
Säuglinge: Die Impfung kann bei strenger Risiko-Nutzen-Abwägung im Einzelfall ausnahmsweise vor dem vollendeten ersten Lebensjahr erwogen werden, wenn das Kind einer starken Infektionsgefahr ausgesetzt ist.
Die FSME-Impfung schützt nicht vor der Borreliose, einer anderen Erkrankung, die auch durch Zecken übertragen wird. Eine Infektion mit Borrelien kann man häufig an der länger anhaltenden und sich ausbreitenden Hautrötung um die Bissstelle erkennen.





